Arbeitsgemeinschaft der Bürgervereine bedauert die Schließung von drei Bamberger Sparkassenfilialen in der Wunderburg, in Ost und in Mitte

Arbeitsgemeinschaft der Bürgervereine bedauert die Schließung von drei Bamberger Sparkassenfilialen in der Wunderburg, in Ost und in Mitte

Aus aktuellem Anlass wurde bei der Sitzung der Arbeitsgemeinschaft der Bürgervereine die Problematik der Reduzierung von Sparkassenfilialen kurzfristig in die Tagesordnung genommen. So hatte der Aufsichtsrat der Sparkasse beschlossen insgesamt 7 Filialen, davon drei im Bamberger Stadtgebiet, ab Februar 2017 zu schließen. Betroffen sind aktuell die Filialen Wunderburg, Giechburgblick und Graf-Stauffenberg-Platz. In Bamberg-Mitte waren in letzter Zeit bereits die Filialen am Kranen und in der Langen Straße geschlossen worden.

„Die Bürgervereine befürchten, dass diese Strategie der Sparkasse auch weitere Filialen betreffen wird und sich das Geldinstitut immer mehr aus der Fläche zurückzieht,“ brachte Sabine Sauer vom Bürgerverein Mitte die Befürchtung der Arbeitsgemeinschaft auf den Punkt.

Von allen ARGE-Mitgliedern scharf kritisiert, wurde, dass die Bürgervereine als Vertreter der Bevölkerung in die Entscheidung nicht einbezogen und vor vollendete Tatsachen gestellt wurden.

Die Sparkasse setzt immer mehr auf Onlinebanking und vergisst dabei ganze Bevölkerungsschichten, die keinen Zugang zum Internet haben. Meist sind dies auch Menschen, die keine langen Wege, quer durch die Stadt, zur nächsten Bankfiliale zurücklegen können. Hier werden, nur als Beispiel unsere älteren Mitbürger und behinderte Menschen, die auf eine Beratung im Stadtteil angewiesen sind, einfach ignoriert.

Wolfgang Grubert, Schatzmeister im Bürgerverein Wunderburg betonte, „Bamberg baut unter großem finanziellen Aufwand ein soziales Zentrum im Ulanenpark und preist dies als Modellprojekt für die Stadt an. Die Sparkasse als unser Bamberger Geldinstitut macht genau das Gegenteil. Sie schließt aus rein kommerziellen Überlegungen die nächstgelegene Filiale in der Wunderburg, und das, obwohl mit dem Ulanenpark ein komplett neues Wohnviertel mit vielen potentiellen Kunden direkt daneben entsteht.“

Die Aufgaben der Filialen der Sparkassen können nicht vollständig durch Online-Angebote ersetzt werden. Die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort sollte für Die Sparkasse, als „Bamberger Finanzdienstleister“ jenseits des Angebots eines Service-Points eine Verpflichtung sein. Angefangen von der Beratung bis hin zur Mithilfe bei der Bewerkstelligung von Überweisungen oder der Verwaltung von Sparguthaben brauchen viele Menschen den fußläufigen Zugang zu einer nahegelegenen Filiale.

Obwohl die Bürgervereine durchaus einen Trend zu Konzentration des Filialnetzes sehen, ist doch gerade die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort eine Hauptaufgabe der Sparkasse. Hier wird nur nach kommerziellen Überlegungen entschieden. Entfernung zur nächstgelegenen Filiale, soziale Aspekte werden nicht genügend berücksichtigt.

Durch die Schließung weiterer Filialen gibt die Sparkasse ihren Standortvorteil auf. Als überwiegend online tätige Bank wird die Sparkasse sich der Tatsache stellen müssen, dass es im direkten Vergleich Geldinstitute gibt, die günstiger sind.